Die Gründe für das Scheitern der Los Angeles Lakers

Lesezeit: 20 Minuten

Ich erinnere mich noch, als wäre es gestern gewesen. Wir schreiben den 2. Juli 2018, ein wunderbarer Montag mitten im Sommer.  Mein Wecker klingelte um 6 Uhr, wie jeden Tag, und der erste Griff ging ans Handy, wie so oft in den letzten 2 Wochen. Es waren viele Meldungen, sehr viele. Twitter, Instagram, WhatsApp, alles dabei.  Es waren mehr Nachrichten als sonst, sehr viel mehr Nachrichten.

LeBron James ließ durch seine Agency verkünden, dass er sich für die Los Angeles Lakers entschieden hatte, für die bedeutendste Franchise der NBA, für Hollywood und Palmen, für Showtime.

Es war ein guter Tag, für mich war klar, ich gehe mit, die Lakers werden auch mein neues Team. Ich war voller Hoffnung, Hoffnung auf eine bessere Zeit, die letzten Monate waren nicht leicht als Cleveland Fan, und ich konnte dieses Kapitel hinter mir lassen

Ich war optimistisch, was die Zukunft der Lakers angeht, was sollte schief gehen, wenn man Magic Johnson, LeBron James und eine Reihe junger talentierter Spieler hat.

Was sollte schiefgehen?

Nun ja, wie wäre es mit so ziemlich allem.

53 Siege, ein Trip zu den Western Conference Finals und einen 5. MVP Award für LeBron. Das waren meine Vorhersagen, alle so weit daneben wie ein Pull Up Dreier von Russel Westbrook.

Gründe dafür gab es viele, allen voran der einfache Fakt, dass James seit dem Abpfiff von Game 6 der NBA Finals 2011 immer das Maximale aus dem ihm zum Verfügung stehenden Material rausgeholt hatte, ohne Ausnahme. Warum also etwas anderes tippen, als wieder das Maximum.

264 Tage nach diesem wunderbaren Montag im Juli verlieren die Lakers zu Hause gegen die Brooklyn Nets, und haben damit die Playoffs verpasst.

Was war passiert, was geschah in diesen 264 Tagen?

In diesem Artikel gehe ich detailliert auf das große Desaster ein, auch bekannt als die Lakers Saison 2018-19. Von Fehlern der Managements, zu schwachen Leistungen der Spieler, zum Versagen des Coaches bis hin zu den Verletzungen.

Niemand wird verschont, auch nicht der King höchstpersönlich.

Der Beginn

Es gibt viele Schuldige für die verkorkste Lakers Saison. Man könnte sagen, dass es ein Mix aus groben Fehleinschätzungen, Fehlern und einer ganzen Menge Pech war.

Fangen wir ganz von vorne an, im Sommer 2018. Magic Johnson und Rob Pelinka hatten einen Plan, und dieser beinhaltete 2 Stars in die Stadt der Engel zu holen. Paul George und LeBron James waren die Ziele. 

Kurz nach Mitternacht, am 1. Juli 2018 gab es dann bereits die erste schlechte Nachricht für die Lakers, als George in Oklahoma auf einer Party der ganzen Welt mitteilte, dass er noch nicht fertig sei bei den Thunder, und seinen Vertrag verlängern wird.

Mehr Glück hatte man bekanntermaßen bei Lebron James, der nicht einmal 24 Stunden später durch seine Agency „Klutch Sports“ verkünden ließ, dass er einen 4 Jahresvertrag bei den Lakers unterschreiben wird. Der größte Fisch von allen hatte angebissen, und Magic hatte sein großes Versprechen gehalten, einen Superstar zu holen.

3 Stunden saß er mit James zusammen, sprach über Basketball, Business, und wie man ein Team um den King baut, mit dem man bereits im ersten Jahr um den Titel mitspielen kann.

Dieser Plan sollte in den nächsten Tagen in die Tat umgesetzt werden, und damit der große Fehler, der James zum ersten Mal seit 14 Jahren die Playoffs gekostet hat.

Roster

In James bisheriger Karriere wurden ihm Jahr für Jahr fähige Shooter zur Seite gestellt, da damit der Erfolg seines Teams maximiert werden konnte. Playmaking ist bis zum heutigen Tag die größte Stärke des Small Forwards. Zieht er in die Zone, aufgrund seiner Größe, Physis und Athletik unaufhaltsam, warten bereits mehrere Mitspieler außerhalb der Dreierlinie auf perfekte Pässe, welche dann im Optimalfall zu Assists werden. So wurde es in Miami gemacht, und noch verstärkter in Cleveland, vor allem in seiner letzten Saison in Ohio.

Johnson und Pelinka hatten eine andere Idee, wie wir heute wissen, eine schlechte. Anstatt mit dem verbleibenden Cap Space den Kader mit Shootern bzw. 3 and D Spielern zu füllen, wollte man „toughe Playmaker, die ihren eigenen Wurf kreieren können und Erfahrung haben“. Magic betonte immer wieder, man könne „Golden State nicht schlagen, indem man wie Golden State spielt“.

Innerhalb der nächsten 7 Tage nahmen die Lakers 5 Spieler unter Vertrag, eine Reihe von, nennen wir es mal, höchst fragwürdigen Signings. 

Lance Stephenson, Rajon Rondo, Michael Beasley, JaVale McGee und Kentavious Caldwell-Pope wurden alle für jeweils eine Saison geholt. Bis auf Letzteren neue Gesichter. Von Anfang an wurde das fehlende Shooting und die Spielertypen kritisiert, die LA verpflichtet hatte. Keiner der Spieler war auch nur ein durchschnittlicher Werfer von Downtown, und alle von ihnen sind mehr oder weniger „speziell“. Rondo war in den letzten Jahren immer mal wieder negativ aufgefallen, Lance ist ein bisschen crazy, McGee war vor allem durch Shaqtin’ A Fool bekannt, KCP spielte eine Weile mit Fußfessel und Michael Beasley ist, naja, Michael Beasley.

Maginga hatte einen Plan, Lebron war wohl auch dafür, und so wollte man in die Saison starten. Man hatte den besten Spieler der Welt, eine Gruppe junger talentierter Spieler und ein paar erfahrende toughe Veterans.

Das Randle-Lopez-Problem

Das eine Problem waren die Spieler, die man geholt hatte. Das andere, viel größere, Problem waren die Spieler, die man hat ziehen lassen, insbesondere Julius Randle und Brook Lopez.

Randle unterschrieb für 2 Jahre und $17 Mio. bei den New Orleans Pelicans, Lopez ging für ein Jahr und $3,3 Mio. zu den Milwaukee Bucks. Bei keinem der beiden zeigten die Lakers große Interesse, sie zu halten. Beide wären womöglich geblieben, hätten Magic und Rob ihnen ein entsprechendes Angebot vorgelegt.

Sie sind zum einen bessere Spieler als jene, die man stattdessen verpflichtet hat, zum anderen waren sie bereits ein Teil der Organisation.

Randle spielte bei den Pelicans eine starke Regular Season. 21.4 PPG und 8.7 RPG bei einer TS% von 60% und einem ORtg von 113. Außerdem verwandelte er 34.4% seiner Dreier bei 195 Versuchen, beides mit Abstand Karrierebestleistungen.

Lopez ist ein extrem wichtiger Bestandteil des Erfolges der Milwaukee Bucks. Nicht nur seine 36.5% von Downtown bei 6.5 Versuchen pro Spiel zeichnen ihn aus, sondern auch seine starke Defense im Korbnähe und das gute Rebounding. Auch er hat ein ORtg von 113.

Es steht außer Frage, dass LA mit beiden hätte verlängern sollen. Die Gründe dafür liegen auf der Hand. Sie sind zum einen bessere Spieler als jene, die man stattdessen verpflichtet hat, zum anderen waren sie bereits ein Teil der Organisation. Sie hätten den den Lakers außerdem etwas gegeben, das die Neuzugänge ihnen so gut wie überhaupt nicht geben konnten: Spacing und Defense.

Sowohl Lopez, als auch Randle sorgen dafür, dass Verteidiger gezwungen sind, sie bis zur Dreierlinie raus zu verteidigen, aus jeweils unterschiedlichen Gründen. Bei Lopez ist es ganz einfach seine Fähigkeit, Dreier von überall regnen zu lassen. Ihn frei stehen und unbedrängt werfen zu lassen wird meistens knallhart bestraft. Bei Randle sieht das ein wenig anders aus. Obwohl er in dieser Saison den Dreier für seine Verhältnisse gut getroffen hat, bringt er Spacing auf eine andere Weise. Seine größte Stärke ist der Drive zum Korb. Nimmt er Tempo auf, kann ihn so gut wie keiner stoppen. Wenn also der Verteidiger einen größeren Abstand zu ihm hat, kann er mit genug Tempo den Korb attackieren. Um das zu verhindern, darf man ihm keinen Raum lassen.

LeBron hätte vor allem Lopez als Mitspieler geliebt, eine Stretch 5 mit hohem Basketball IQ.

Außerdem stelle man sich einen Front Court mit James und Randle zusammen vor, 2 der physischsten Spieler im Game. Das wäre für jeden Gegner eine unangenehme Situation, in jedem Angriff den Körper von einem der beiden Athleten zu spüren.

Die Vets

Starten wir mit Kentavious Caldwell-Pope, Teil der Klutch Sports Familie, der aktuell einen Vertrag über 1 Jahr und $12 Mio. bei den Lakers besitzt. KCP spielte eine sehr durchwachsende Saison, und insgesamt keine gute. 11.4 PPG, 56.8 TS%, 34.7 3FG%, ein ORTg von 113 und ein NetRtg von -3.7. Das sind natürlich keine schlechten Stats, gute aber genauso wenig. Er konnte nicht die erhoffte Rolle als Floor Spacer und überdurchschnittlicher Wing Defender erfüllen. In beiden Bereichen hatte er mal gute Phasen, dann wieder katastrophale Phasen. KCP ist ein sehr unberechenbarer Spieler, eine Eigenschaft, die auch viele der anderen Rollenspielern der Lakers haben. Es gibt Zeiten, da spielt er wie ein Star. Dann kreiert er seinen Wurf, verwandelt seine Dreier und spielt hervorragende Defense, häufig auch gegen den besten Spieler des Gegners.

Allerdings gibt es auch Zeiten, in denen man sich fragen muss, warum KCP überhaupt Minuten bekommt. Dann trifft er überhaupt nichts und macht defensive Fehler am Fließband. Sein Basketball IQ lässt in vielen Situationen ebenfalls zu wünschen übrig, vorrangig in der Crunchtime von knappen Spielen. Zum Ende der Saison, als die Lakers bereits von den Playoffs eliminiert waren, drehte er dann auf.

Weiter geht es mit Rajon Rondo.

Der Point Guard kam in dieser Saison auf 9.2 PPG und 8.0 RPG, auf den ersten Blick eigentlich gute Zahlen. Die Wahrheit ist aber, dass Rondo die ganze Saison über ein negativer Faktor für die Lakers war. Los ging das bereits in Game 2 der Saison gegen die Rockets, als er Chris Paul anspuckte und dafür eine Strafe bekam, die den Lakers schadete.

Der ehemalige elite Point Guard war phasenweise unspielbar, was Luke aber nicht davon abhielt, ihn spielen zu lassen. 

Sein 100er ORTg spricht Bände, ebenso wie sein Net Rating von -8.4 (!). Überraschend positiv waren seine 35.9% Dreierquote bei immerhin 3.1 Versuchen pro Spiel. Spacing brachte er den Lakers damit aber trotzdem nicht. Seine Playmaking Fähigkeiten sind mittlerweile gnadenlos überbewertet. Die Zeiten, in denen er eine gute NBA Offense rennt sind seit langem vorbei.

Defensiv wird es noch schlimmer. Kein Verteidigen im System, On Ball eine absolute Katastrophe, und der Einsatz fehlt auch. Mit ihm auf dem Court hatten die Lakers ein DRTg von lächerlichen 115.2., deutlich schlechter als ohne ihn.

Leider konnte er das offensiv nicht ausgleichen. Immer mal wieder ein paar Highlight Pässe zu McGee sind schön und gut, konstant gute und freie Würfe für die Kollegen zu kreieren ist nicht mehr drin. Der ehemalige elite Point Guard war phasenweise unspielbar, was Luke aber nicht davon abhielt, ihn spielen zu lassen. 

Es heißt immer, Rondo sei ein unfassbar kluger Spieler auf dem Court, kann alleine durch seinen Basketball IQ überzeugen. Selbst wenn, die Resultate fehlen, und darauf kommt es am Ende des Tages an.

Kommen wir zu JaVale McGee, dem startenden Center der Lakers in der abgelaufenen Saison. McGee zu holen war kein Fehler, ihn zur ersten und einzigen Option zu machen schon. 

Der Big Man konnte vor allem zum Beginn der Saison überzeugen, mit haufenweise Blocks und Dunks. Er erfüllte seinen Job als „Rim running – Lob catching“ Center mit Bravour, und war ein wichtiger Bestandteil des Lakers Erfolgs. Nachdem er  krankheitsbedingt gezwungen war zu pausieren, war er nicht mehr der selbe Spieler, vor allem defensiv. Er verpennte weiterhin viele seiner Roations, nur war er dann nicht mehr in der Lage, durch defensive Highlight Plays seine Fehler wieder gut zu machen. Als die Lakers verzweifelt versuchten, die Playoffs zu erreichen, war McGee nicht da, insbesondere am defensiven Ende. Gerade auf der Center Position ist eine defensive Stütze wichtig, und die konnte McGee auf einer konstanten Ebene niemals sein, daran ändern auch die 2.0 Block pro Spiel nichts. Viele seiner Blocks kamen ganz einfach dadurch, dass er gegnerische Spieler dazu einlädt, den Korb zu attackieren, während die Taktik der Lakers eigentlich will, dass er den Gegner zu schwierigen Floatern zwingt und sie gar nicht erst zum Korb lässt. Er war für effiziente 12 Punkte pro Abend gut, die meisten davon durch Dunks, Putbacks oder Layups. Luke lief teilweise Plays für ihn im Post, der Erfolg blieb in diesen Situationen wenig überraschend aus.

McGee zu holen war kein Fehler, ihn zur ersten und einzigen Option zu machen schon. 

Nichts desto trotz spielte McGee eine solide Saison, allerdings nicht nicht auf dem Level eines startenden NBA Centers.

Lance Stephenson, Make’ Em Dance Lance, Born Ready Lance, verlass bitte die Lakers Lance.

Der ehemalige Pacer spielte eine extrem durchwachsende Saison, wie eigentlich jeder Laker. Er kam im Schnitt auf 7.2 Punkte bei 52.9 TS% und einem ORTg von 101. Er traf überraschenderweise 37.1% seiner Würfe von außerhalb der Dreierlinie, bei 2.9 Versuchen pro Abend. Lance spielte 16.5 Minuten pro Spiel, 16.5 Minuten zu viel. Kam er reim, stoppte der offensive Fluss des Teams, der Ball landete bei Born Ready, und dort blieb er auch. Meistens endeten diese Possessions mit contesteten Mitteldistanzwürfen, die häufig ihr Ziel verfehlten. Defensiv war er nie in der Lage, im System zu verteidigen, seinen Mann zu stoppen und konstant seinen Kollegen zu helfen.

Er hatte seine Momente und natürlich auch gute Spiele, die negativen überwogen aber deutlich. Im Endeffekt war das aber keine Überraschung, da Lance genau so spielte, wie man es nur erwarten konnte, was wiederum die Frage aufwirft, warum man ihn überhaupt geholt hatte.

Er ist ein tougher Playmaker, der seinen eigenen Wurf kreieren kann, allerdings schadet die Toughness eher seinem Team als dem Gegner, und die Plays sind ineffiziente Würfe, die man nicht nehmen sollte.

Zu Michael Beasley muss man nicht viele Worte verlieren. Er machte gerade mal 26 Spiele und konnte von Anfang an nicht in das integriert werden, was die Lakers vorhatten. Er ist vorrangig ein Buckets Getter in Islolations, unfähig Defense zu spielen. Ein negativer Fakor, der im Februar schließlich entlassen wurde, nachdem man ihn nie hätte verpflichten dürfen.

Fazit: Keiner der geholte Rollenspieler konnte überzeugen, am ehesten noch JaVale McGee.

Entweder sie passten nicht ins System, wie Rondo, Stephenson oder Beasley, oder sie spielten phasenweise schwachen Basketball, wie KCP oder McGee. Defensiv war jeder einzelne ein negativer Faktor, und offensiv waren sie zu limitiert. Es gab 2 große Probleme, fehlendes Spacing und Inkonstanz.

Eine gute Dreierquote zu haben bedeutet nicht zwangsweise, dass man seinem Team auch Spacing bringt. Die Offense kann nicht funktionieren, wenn Rondo, Lance, McGee und KCP zusammen auf dem Court stehen. Letzterer ist der einzige, den eine Defense von draußen respektieren muss, und er fand seinen Wurf leider erst am Ende der Saison.

Rollenspieler sind oft nicht die konstantesten Spieler, deshalb sind sie auch Rollenspieler. Man braucht als gut funktionierendes Team allerdings Leute auf der Bank, bei denen man weiß, was man bekommt.

Eine gute Dreierquote zu haben bedeutet nicht zwangsweise, dass man seinem Team auch Spacing bringt.

Keiner der genannten Veterans hat diese Eigenschaft. Es ist wie ein Münzwurf vor jedem einzelnen Spiel, bei dem sich entscheidet, ob der Spieler ein gutes oder schlechtes Spiel macht.

Solche Leute gibt es in jedem Team, allerdings bestand die Lakers Bank nahezu komplett aus diesen Spielertypen, und das kann nicht funktionieren. Man nehme Veterans wie Andre Iguodala und Shawn Livingston als Beispiel, bei beiden Spielern weiß man an dem meisten Abenden, was man bekommt. Solche Leute machen gute Teams zu Meisterschaftsanwärtern, da sie beständig in ihren Leistungen sind. Die Vets der Lakers waren nie konstant, es war ein ständiges Auf und Ab, immer wieder hoch und runter, Genie und Wahnsinn. Das kann nicht gut gehen, und es ging nicht gut.

Die Verletzungen

Man kommt nicht umher zu sagen, dass LA eine Saison geplagt von Verletzungen hinter sich hat. Zuerst hat man Fehler gemacht, dann kam auch noch Pech dazu.

Am härtesten hat das Team natürlich die Verletzung von LeBron James im Christmas Game gegen die Warriors getroffen. Seine Hüftverletzung zwang ihn ca. 6 Wochen lang zur Pause, danach war er allerdings nicht wieder zu erkennen. Er wurde schließlich für die letzten 6 Spiele der Regular Season aus der Rotation genommen, nachdem Luke Walton sagte, dass der 3- malige Champion immer noch nicht wieder bei 100% sei.

Vor seiner Verletzung waren die Lakers, wenn auch knapp, auf dem 4. Rang im Westen, übertrafen die Erwartungen vieler und spielten tollen Basketball.

Die Ausfälle an sich sind ärgerlich genug, allerdings verletzten sich die Spieler oft dann, wenn sie gerade ihren besten Basketball gespielt haben.

Zuerst hat man Fehler gemacht, dann kam auch noch Pech dazu.

Lonzo verstauchte sich im Spiel gegen Houston Ende Januar den Knöchel, bestritt in der Folge kein einziges Spiel mehr.

In den Wochen davor spielte er so gut wie nie zuvor, dominierte als primärer Ballhandler der Lakers, traf seinen Wurf konstanter und spielte überragende Defense. Dieser Lauf kam zu einem schnellen Ende, und Balls Saison war beendet.

Ähnliches gilt für Brandon Ingram. Post All Star Break kam er auf durchschnittlich 27.8 PPG bei einer TS% von 65.2% und einem ORtg von 120. Auch er verletzte sich und spielte nicht mehr. Es sah so aus, als ob ihm endlich der Durchbruch gelungen war, er überzeugt mit extrem effizienter Offense und guter individueller Defense.

Auch Spieler wie Hart, Rondo und Wagner hatten eine Menge Verletzungspech. Wenn so viele wichtige Spieler so lange und immer wieder fehlen, kann man als Team kaum Erfolg haben. Es fehlt die Konstanz, es ist so gut wie unmöglich einen guten Rhythmus zu finden, wenn immer wieder Spieler dazu kommen und andere fehlen.

Die Verletzungen sind auf keinen Fall der Hauptgrund für das nicht Erreichen der Playoffs, ich bin mir aber sicher, dass ein mehr oder weniger gesundes Lakers Team keine Probleme gehabt hätte, unter die besten 8 im Westen zu kommen.

Das Luke Walton Coaching Problem

Ein paar Tage nachdem sich die Lakers von Luke Walton getrennt haben, unterschrieb dieser einen neuen Vertrag bei den Sacramento Kings. Kein Wunder, er ist ein junger talentierter NBA Coach mit einer Menge Potential. Das ändert allerdings nichts daran, dass er in seinem letzten Jahr als Lakers HC keinen besonders guten Job gemacht hat. Natürlich hatte er es nicht einfach, speziell in Bezug auf die Rosterkonstruktion und die vielen Verletzungen. Abgesehen davon, welcher Coach von LeBron hat es schon einfach. Rechtfertigungen für seine Leistungen dürfen das allerdings nicht sein. Er traf einige falsche Entscheidungen, war unfähig etwas an seinem Plan zu ändern und machte die selben Fehler immer und immer wieder. 

Ein großes Problem war seine Vorliebe für Lineups mit mindestens 4 Bankspielern, gerne auch 5. Spielten die Lakers Rondo, KCP, Lance und Chandler gleichzeitig, wurde man regelmäßig überrannt. Das bewegte Luke allerdings nicht, darauf zu verzichten. Spiel für Spiel nahm er seine Starter im Verlaufe des ersten und dritten Viertels raus, und brachte seine All Bench Units. Diese brachten weder flüssige Offense mit Spacing, noch irgendeine Art von Defense.

Er traf einige falsche Entscheidungen, war unfähig etwas an seinem Plan zu ändern und machte die selben Fehler immer und immer wieder.

Er gab Rondo zu viele Minuten, auf Kosten von Lonzo Ball. Vor allem zum Beginn der Saison spielte RR regelmäßig die Spiele zu Ende. Ball wurde häufiger mal in der Ecke als Spot Up Shooter geparkt, womit er mehr oder weniger wertlos wurde. Als Alex Caruso zum Ende der Saison aufdrehte und deutlich besser als Rondo spielte, wurde langsam klar, dass Luke dem Veteran Point Guard zu sehr bevorzugt hat.

Die Lakers Offense wurde nie richtig gut, was vor allem am fehlenden Spacing und am System bzw. den Plays lag, die Luke laufen ließ.

Ein Problem war, dass oft zu viele Lakers Spieler unter dem Korb waren, anstatt hinter der Dreierlinie. Das hat den Nachteil, dass es dem Driver damit erschwert wird, den Korb zu attackieren. Außerdem nimmt es ihm damit die Möglichkeit, freie Shooter am Perimeter zu finden.

Zu viele Spieler in Körbnähe, Lakers ziehen das Spiel nicht auseinander

Auch das neu Positionieren nach einem Drive und allgemein das Movement abseits des Balles waren zu wenig vorhanden. Damit meine ich zum einen, wenn ein Spieler zum Korb zieht und dann abspielt, dass er sich neu positioniert und nicht einfach stehen bleibt, und zum anderen, wenn ein anderer Spieler den Korb attackiert, dass seine Mitspieler die Zone frei machen.

Viel zu viel Traffic unter dem Korb beim Drive

Natürlich sind es die Spieler, die sich nicht bzw. falsch bewegen, trotzdem ist es die Aufgabe des Coaching Staffs, solche Themen anzusprechen. Dass diese Problematik nicht nur einzelne, sondern die meisten Spieler betraf, lässt darauf schließen, dass man sich dieser Thematik nicht genug angenommen hat. Gerade LeBron ist ein Spieler, der Platz auf dem Weg zur Zone braucht, und genau diesen hat er zu selten gehabt. Das gleiche gilt für die Center der Lakers, die durch einfache bessere Positionierung den Job der Driver hätten einfacher machen können. Ich habe selten ein Team gesehen, bei dem sich so viele Spieler im Weg stehen, sich unvorteilhaft bewegen und sich das Leben gegenseitig erschweren.

Zubac befindet sich in einer unvorteilhaften Situation

Luke ging häufig dazu über, bei Post ups oder Isolations eine Seite des Courts komplett frei zu machen und ließ 4 Lakers Spieler in der Weak Side stehen. Diese Taktik macht Spacing quasi unmöglich, zumal die Weak Side Action kaum ausgeprägt war. 

Beispiel 1
Beispiel 2
Beispiel 3

Spielten sie ein 2-man game konnte man häufig beobachten, dass die Shooter nur zuschauten und 2 davon viel zu nah beieinander standen. Die Lakers hatten weder richtiges Spielermaterial für gutes Spacing, noch haben sie taktisch gut gearbeitet.

Ingram und Kuzma stehen viel zu nah beieinander

Das Zauberwort der Lakers für ihre Plays lautet „Timing“. Stimmt das Timing und das Play wird optimal ausgeführt, sieht es so schön aus. Stimmt das Timing nicht, wird es hässlich. Wird ein kleiner Fehler gemacht, kann die Defense sich wieder positionieren und Plan A der Lakers klappt nicht, hatten sie große Probleme und mussten nahezu immer improvisieren. Natürlich spielten da auch Verletzungen eine große Rolle, da es schwer ist einen Rhythmus zu finden, wenn man immer wieder andere Spieler verfügbar hat. Spieler waren zu oft auf sich alleine gestellt, da man keinen Backup Plan hatte, wenn ein Play nicht funktionierte. Das Ergebnis war, dass keiner genau wusste, was man jetzt machen soll und so immer wieder schlechte Würfe genommen wurden.



Am effektivsten waren die Lakers mit der altbekannten „Gebt LeBron den Ball und geht aus dem Weg Taktik“. Je einfacher das Play war, desto besser hat es für sie funktioniert, das Problem ist halt, dass man mit einfachen Plays in der heutigen NBA auf Dauer nicht so weit kommt.

Luke und seine Assistenten hätten einen besseren Job machen müssen, ihre Spieler zum einen richtig einzusetzen und zum anderen in vorteilhafte Positionen auf dem Court zu bringen. Spieler wie Ball und Ingram, junge Talente mit extremen Potential, hatte keine feste Rolle und Aufgabe in der Offense.




LeBron James

Auch James trägt eine Schuld am Fiasko der LA Lakers. LeBron spielte keine schlechte Saison, allerdings auch keine für seine Verhältnisse gute.

Die Stats sehen wie immer stark aus: 27.4 PPG, 8.5 RPG und 8.3 APG in 35.2 Minuten pro Abend. Seine TS% lag bei für ihn unterdurchschnittlichen 58.8%, und auch sein ORtg von 114 ist geringer als in den letzten Jahren. Der Dreier fiel nur zu 33.9%, deutlich schlechter als in der Vergangenheit. Nie bestritt er außerdem so wenig Spiele wie in dieser Saison (55).

Er war vor seiner Verletzung der beste Spieler der Welt, und er ist es wahrscheinlich immer noch. Seine Saison lässt sich einmal unterteilen in die Zeit vor seiner Verletzung, und die Zeit danach.


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Zeit für ein bisschen Real Talk. Die Kritik an LeBron wird in den letzten Tagen in Wochen immer heftiger, und jeder, wirklich jeder hat eine Meinung dazu, ob qualifiziert dazu oder nicht. Ist LeBron nach wie vor der beste Spieler der Welt? Ja Ist LeBron 100% fit und gesund? Nein. Ist LeBron körperlich in Form, um jedes Spiel 40+ Minuten überragend zu performen? Nein. Von Ingram mal abgesehen, bekommt er irgendwelche Hilfe? Nein. Werden die Lakers gut gecoached? Nein. Sind die Lakers mit individuellen Spielern aufgestellt, die gut zusammen spielen können? Nein. Hat das FO seit Sommer riesigen Mist gebaut? Ja. Hatte ich mehr erwartet von James? Ja. Was kann man beobachten, wenn man die Spiele schaut? LeBron ist körperlich nicht da, wo er sein will. Hätte er beispielsweise eine Handverletzung gehabt, hätte er zumindest fit bleiben können. Die Explosivität ist noch nicht zurück. Gegner nutzen das aus. Man macht die Zone zu, lässt LeBron jedes mal gegen eine Wand rennen. Warum geht das? Weil LA keine Shooter hat, um die Defenses sich Sorgen machen müssen. Die Perimeter Spieler der Lakers werden 0 respektiert, verständlicherweise. Man kann es sich sogar erlauben, LeBron jedes Mal mit mindestens 2 Gegenspielern zu verteidigen. Wie gesagt, auch ich hätte mehr erwartet, LeBron ist im Moment einfach nicht LeBron, vor allem defensiv sieht er nicht gut aus. Ich will ihn auch nicht nur in Schutz nehmen, aber es gibt so viele andere Gründe, warum LA Trash ist. LeBron hat eine Schuld daran, aber vor allem Magic und Rob Pelinka sind die Hauptschuldigen für dieses Drama. Einen LeBron James, der egal wie aus jeder Situation das absolute Maximum raus holt, gibt es vielleicht nicht mehr, aber ihm die Schuld für alles zu geben, ist absolut nicht der richtige Weg. Und hört bitte auf Argumente mit lächerlichen Clips wie „Kuzma zwingt LeBron Defense zu spielen“ belegen zu wollen. Schaut euch das ein bisschen genauer an, dann sieht man nämlich, dass LeBron in vielen solcher Videos nichts falsch gemacht hat.

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James hatte nicht den besten Start mit den Lakers, was allerdings keine ganz große Überraschung ist, wenn man bedenkt, dass er immer eine gewisse Zeit braucht, um mit einem neuen Team seinen Rhythmus zu finden. Den fand er auch, und spielte vor allem im Dezember überragenden offensiven Basketball. Das sah schon sehr nach dem LeBron aus der Vorsaison mit Cleveland aus. Von den Ideen, ihn mehr off ball und als Center spielen zu lassen war aber nicht mehr viel zu sehen. Das Team spielte mehr und mehr so, wie James es wollte. Er hatte den Ball und traf die Entscheidungen. Der Erfolg gab ihnen allerdings recht, vor seiner Verletzung übertraf man die Erwartungen. Nichts desto trotz gefiel mir der King in den letzten Jahren besser. Der Wurf war erfolgreicher, er war mehr clutch in Cleveland und strahlte in der Zone deutlich größere Gefahr aus. Sein Passing und Playmaking war weiterhin auf einem extrem hohen Niveau, allerdings nutzten die Lakers seine Drive and Kick Stärken nicht mal im Ansatz so gut aus wie Cleveland und Miami, was allerdings auch am Spielermaterial lag.

Defensiv war er meiner Meinung nach besser als im letzten Jahr, was auch daran lag, dass er offensiv weniger Last zu tragen hatte.

Er war vor seiner Verletzung der beste Spieler der Welt, und er ist es wahrscheinlich immer noch.

Nach der Verletzung fand er bis zum Ende der Saison nicht zu seiner Form, und laut Angaben der Lakers auch nicht zu seiner vollen Gesundheit. Häufig fasste er sich mitten in Spielen an seine Hüfte, und auch seine Kondition war bei weitem nicht auf dem Level, wo sie sein sollte. Das Problem war, Lebron konnte während seiner freien Zeit nicht fit bleiben, nicht in Form bleiben. Hätte er beispielsweise etwas an der Hand gehabt, ist das in ganz anderes Thema. Auch der schnelle erste Schritt und die laterale Schnelligkeit waren nach seiner Rückkehr nicht mehr ganz da wo sie sein sollen, auch wenn er zum Saisonende hin immer mehr wie der alte LeBron James aussah. Es half dabei auch nicht, dass Defenses Mauern in der Zone aufbauen konnten, um James zu stoppen, da sie die „Shooter“ der Lakers nicht respektieren mussten. James sah sich bei jedem einzelnen Drive gezwungen, mehrere Gegenspieler zu überwinden.



Nichts desto trotz, James ist nicht unschuldig. Zuerst vom aktivierten Playoffs Modus sprechen, dann nicht liefern. Zu viele einfach weggeschenkte Siege. Und mal wieder, zu viel Drama.

Die jungen Spieler

Alle Lakers Fans hatten im Sommer große Erwartungen an die jungen Spieler im Kader der Lakers. Die Rede ist von Lonzo Ball, Brandon Ingram, Kyle Kuzma und Josh Hart. Man hoffte darauf, dass Ball und Ingram endlich der Durchbruch gelingt, und dass Kuzma und Hart an ihre überraschend starken Leistungen aus der Rookie Saison anknüpfen. Die traurige Wahrheit ist, dass keiner der ersten 3 eine wirklich gute Saison gespielt hat.

Beginnen wir mit Lonzo Ball. Der UCLA Point Guard legte in der abgelaufenen Saison im Schnitt 9.9 Punkte, 5.3 Rebounds, 5.4 Assists und 1.5 Steals pro Spiel auf. Da er in der Off Season verletzungsbedingt kaum trainieren konnte und zum Saisonbeginn noch nicht bei 100% war, kam er erstmal von der Bank.

Er kam über die Saison auf eine TS% von 48.7%, eine Dreierquote von 32.9% und ein ORtg von 100. Die Zahlen sehen nicht gut aus, und sie bestätigen das Bild, dass man von Lonzo hatte. Er ist ein genialer Passer, liebt den open court und findet seine freien Mitspieler. Er zögert nicht zu werfen, kann extrem heiß werden von Downtown, kurze Zeit später wieder extrem kalt. Auf ein gutes Shooting Game kommen 2 grauenvolle, und das war auch eines der größten Probleme. Fehlende Stabilität im Wurf. Er attackierte selten den Korb, eigentlich nur wenn er unbedingt musste. Dort mangelte es an vielen einfachen Basics, die jeder High Schooler beherrscht.

Die Dinge, die er gut kann sind extrem schwer zu erlernen, an allem anderen kann man gut arbeiten.

Defensiv war er fantastisch. Er ist jetzt schon einer der besten defensiven Guards der Association. Seine Fähigkeit ohne Probleme gegen größere Spieler zu switchen, Würfe zu contesten, Steals und Blocks zu holen, seinen Kollegen zu helfen und zu rebounden sind gold wert, und absolut nicht selbstverständlich für einen Spieler seines Alters.

Trotzdem kann er nicht zufrieden mit seiner Saison sein. Auf der einen Seite machte er nur 47 Spiele und es ist wohl an der Zeit sich ernsthafte Gedanken über seine Fähigkeit gesund zu bleiben zu machen. Auf der anderen Seite war er offensiv alles andere als ein positiver Faktor für die Lakers. Es gibt allerdings Hoffnung, und ich glaube immer noch, dass Ball mal ein elitärer Point Guard wird. Die Dinge, die er gut kann sind extrem schwer zu erlernen, an allem anderen kann man gut arbeiten.



Weiter geht es mit Brandon Ingram. Auch er hatte einen langsamen Start in die Saison, hatte Probleme, eine fest Rolle und Position im Team der Lakers zu finden. Sorgen machen die 33% Dreierquote bei gerade mal 1.8 Versuchen pro Spiel. Mit ihm als primären Ballhandler waren die Lakers nicht sonderlich effektiv, als Spot Up Shooter ist er unbrauchbar. Sein off ball Movement ist ebenfalls noch nicht auf einem wünschenswerten Level. Die Breakout Season blieb ihm vergönnt, und als er endlich angefangen hatte auf einem sehr hohen Niveau zu spielen endete seine Saison abrupt. Er spielte vor seiner Verletzung genau so, wie es sich viele ab Anfang der Saison gewünscht hatten.

Kyle Kuzma spielte eine durchwachsende Saison. Er kam auf 18.7 PPG bei einer TS% von 54.6%, einer Dreierquote von 30.3% und eine ORtg von 106. Vor allem seine outside Shooting war eine absolute Katastrophe, er konnte nicht mal im Ansatz an die Leistungen aus seiner ersten NBA Saison anknüpfen. Kuzma hat von allen Spielern am ehesten einen Schritt zurück gemacht. Ohne den gefährlichen Wurf fehlt ihm der elitäre Skill. Er ist weiterhin ein überdurchschnittlicher und vielseitiger Finisher in Korbnähe, kann aufposten und aus der Mitteldistanz feuern, allerdings mangelt es ihm häufig am decision making und an der Wurfauswahl. Sein Playmaking hat sich etwas weiterentwickelt, allerdings hatte er mit balldominanten Mitspielern wie James, Ball, Rondo, Ingram und Stephenson selten die Gelegenheit, als Ballverteiler zu glänzen.



Defensiv hat er immer noch eine ganze Menge Luft nach oben. Der Einsatz stimmt, er hat außerdem körperlich zugelegt, allerdings fehlt ihm häufig die richtige Technik und der nötige Feinschliff. Er ist ein problematischer on ball Defender, verpennt häufiger mal seine Rotations, kommt zu spät zur Hilfe, ist zwar gebaut wie ein Flügelspieler, muss aber als Power Forward spielen und verteidigen. Er muss defensiv kommunikativer werden, und vor allem an seinen defensiven Instinkten arbeiten.

Midseason Fehler und das Anthony Davis Fiasko

Leider lag es nicht nur an den Geschehnissen auf dem Court, dass LA die Saison in den Sand gesetzt hat. Ich möchte hier nicht groß auf die AD- Geschichte eingehen, dafür verweise ich auf meinen Artikel „Viele Schuldige viele Verlierer – Die Hintergründe und Folgen des Anthony Davis Dramas“.



Klar ist aber, dass es für große Unruhen im Team gesorgt hat, und Off Court Drama ist nie gut für ein Team, besonders nicht wenn dieses sich im Kampf um die Playoffs befindet.

Ein großer Fehler des Front Office der Lakers war die Verpflichtung von Mike Muscala via. Trade für Zubac vor der Deadline im Februar. Zubac war der wohl beste Lakers Center zu diesem Zeitpunkt, und Muscala war nach der Deadline eine absolute Katastrophe.



Fazit

Die Gründe für das Scheitern der Lakers sind tiefgründig und zahlreich. Man kann es nicht nur auf die Verletzungen schieben, nicht nur auf LeBron und auch nicht nur auf Luke. Der Hauptgrund war meines Erachtens nach die Zusammenstellung des Rosters im Sommer. Allerdings hätte man das verkraften können, wäre LeBron gesund gewesen, oder hätte der Coach gute Arbeit geleistet. Das Besondere an der Situation der Lakers ist, dass man jede einzelne Problematik an sich hätte verkraften können, wenn der Rest nicht gewesen wäre. Alles zusammen war dann aber viel zu viel und hat es am Ende so gut wie unmöglich gemacht, Erfolg zu haben.

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