Kein feiner Schachzug der Sixers.

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„Rob Pelinka rief mich an, und sagte, dass Ben Simmons nach der Saison mit mehreren Hall of Famern sprechen möchte, und dass Magic einer davon ist. Er fragte, ob ich das autorisiere, ich sagte Nein. Das ist über einen Monat her“.

Das waren die Worte von Philadelphia 76ers General Manager Elton Brand vor einigen Tagen.

Diese Aussagen führten unter anderem dazu, dass sich die NBA gezwungen sah, zu überprüfen, ob es nicht erlaubten Kontakt zwischen den Los Angeles Lakers und Sixers Point Guard Ben Simmons gab.

Ein nicht ganz unbegründeter Verdacht, da Magic und seine Lakers eine Vergangenheit mit solchen Verstößen haben.

Magic hatte für Aufmerksamkeit gesorgt, als er den Medien verriet, dass Ben Simmons Interesse daran habe, im Sommer mit ihm über seine HOF Karriere zu sprechen, und Ratschläge zu bekommen, wie man die Position als großer Guard spielt. Er sagte weiterhin, dass er Ben darauf aufmerksam gemacht habe, dass die Sixers ihr OK geben müssen, die Lakers, und außerdem die NBA. Sollte das nicht passieren, wird kein Treffen möglich sein.

Auch die Lakers veröffentlichten später ein offizielles Statement:

“Im vergangenen November haben die Sixers in einer Email bei den Lakers angefragt, ob Ben Simmons mit Magic Johnson über dessen Hall-of-Fame-Karriere sprechen könnte. Nach dieser Anfrage hat GM Rob Pelinka Elton Brand kontaktiert und ihn informiert, dass Magic dies nur mit einer schriftlichen Bestätigung der Sixers machen könnte. Das war das Ende der Sache.”

Das widerspricht sich mit den Aussagen von Brand, und die Liga hat eine Untersuchung eingeleitet, die mittlerweile abgeschlossen ist.

Das Ergebnis: Das Statement der Lakers entspricht der Wahrheit, was bedeutet, dass es keinen illegalen Kontakt zwischen Lakers und Simmons gegeben hat.

Mittlerweile hat sich Brand bei Magic für die Falschaussagen entschuldigt.

Zusammengefasst: Sixers nehmen Kontakt zu den Lakers auf, mit einer Bitte. Lakers verhalten sich genau richtig, während vom GM der Sixers in den Medien eine Lüge erzählt wird, worauf die NBA eine Untersuchung einleitet.

Nicht gerade die feine englische Art der Franchise aus der Stadt der brüderlichen Liebe. 

Ich verstehe nicht ganz, was Brand zu so einer Aussage bewegt hat. Vielleicht ist es die Angst, dass Klutch Sports versuchen wird, seinen Klienten Ben Simmons zu den Lakers zu bekommen, im Stiele von Anthony Davis.

Sollte dieser Verdacht bestehen, müssen sich die Sixers meiner Meinung nach allerdings keine Sorgen machen, dass ihr junger Star in LA landet.

Ja, er ist wie LeBron bei Klutch. Ja, er verbringt seine Sommer in Los Angeles, und auch Kendall Jenner lebt dort. Ja, er bezeichnet sich selber als Fresh Prince (die Story der Serie sollte bekannt sein. Ein junger Mann aus Philadelphia zieht nach Los Angeles).

Das alles hat in meinen Augen nichts mit den Lakers zu tun.

Simmons hat eine wunderbare Situation in Philly, kann nächsten Sommer einen fetten Vertrag dort unterschreiben. Ich gehe davon aus, dass er noch eine Weile das Jersey der Sixers tragen wird, wenn auch vielleicht nicht seine ganze Karriere.

Das Management der 76ers macht bis jetzt einen tollen Job, insbesondere der neue GM Elton Brand.

Mit solchen Aussagen, wie vor ein paar Tagen, macht er sich allerdings keine Freunde in der Liga.

Die Sache ist erledigt, aber gut sind die Sixers dabei trotzdem nicht weggekommen.

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